
Der Steuersatz auf Medikamente wird von 20 % auf 10 % halbiert. Dadurch werden alle 12.000 in Österreich registrierten rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamente ab 01.01.2009 billiger. Durch die Senkung der Medikamenten-Mehrwertsteuer werden sowohl die Konsumenten als auch die Krankenversicherungsträger entlastet.
Österreich liegt nach wie vor im oberen Bereich
In Europa war die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel bisher nur in Dänemark (25%) höher als in Österreich (20%). Alle anderen europäischen Staaten heben eine deutlich niedrigere oder keine Umsatzsteuer auf Arzneimittel ein.
Auch nach der Senkung des Mehrwertsteuersatzes liegt Österreich mit 10 % weiterhin im oberen Bereich. Nur in Deutschland, Bulgarien und Dänemark ist die Medikamenten-Mehrwertsteuer höher als in Österreich.
Mehrwertsteuersatz auf Medikamente im Vergleich
| 0 % |
Malta, Zypern |
| 0 % / 5 % |
Litauen |
| 0 % / 17,5 % |
Großbritannien |
| 0 % / 21 % |
Irland |
| 0 % / 25 % |
Schweden |
| 2,1 % / 5,5 % |
Frankreich |
| 2,4 % |
Schweiz |
| 3 % |
Luxemburg |
| 4 % |
Spanien |
| 5 % |
Portugal, Ungarn, Lettland, Estland |
| 6 % |
Belgien, Niederlande |
| 7 % / 22 % |
Polen |
| 8 % |
Finnland |
| 8,5 % |
Slowenien |
| 9 % |
Griechenland, Rumänien, Tschechien |
| 10 % |
Österreich (ab 01.01.2009), Italien, Slowakei |
| 19 % |
Deutschland |
| 20 % |
Bulgarien |
| 25 % |
Dänemark |