
Bankengespräche sind vielen Unternehmen - nicht erst seit der Einführung von Basel II - eine unliebsame Notwendigkeit. Vor allem in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheiten tun sich auch gute Unternehmen schwerer bei der Finanzierungsbeschaffung.
Gerade in den gegenwärtig angespannten Zeiten benötigen Unternehmer häufig schnelle und unbürokratische Kreditzusagen. Der Informationsbedarf der Banken wird dabei oft als unangenehm und überflüssig empfunden.
Was Sie tun können, um für ein Bankengespräch optimal gerüstet zu sein, erfahren Sie in folgenden 5 goldenen Regeln:
- Seien sie sich darüber bewusst, was die Bank wirklich wissen muss, um zu Ihren Gunsten entscheiden zu können. Dies lässt sich in zwei Gruppen zusammenfassen. Einerseits hard facts (wirtschaftlich messbare Größen, insbesondere der Cashflow, damit die Bank weiß, ob Sie den Kredit rückführen können), aber andererseits auch soft facts (Konkurrenzlage, Abhängigkeiten, Berufserfahrung, Qualifikationen, Regelung der Unternehmensnachfolge, etc). Versorgen Sie Ihren Ansprechpartner rechtzeitig mit den notwendigen Unterlagen sowie Informationen und stellen Sie sicher, dass Ihr Banker Ihr Geschäftsmodell versteht. Denn je besser er nach dem Gespräch über Ihr Geschäft Bescheid weiß, desto besser kann er es den weiteren Entscheidungsträgern und Vorgesetzten vermitteln.
- Erstellen Sie eine Agenda und seien Sie sich über folgendes im Klaren: Welche Themen möchten Sie besprechen? Wie viel Zeit benötigen Sie dafür? Welche Unterlagen benötigen Sie? Und vor allem: Was ist Ihr Ziel?
- Verkaufen Sie sich gut aber bedenken Sie, dass Sie zu Ihrem Betreuer ein ehrliches und offenes Verhältnis haben sollten. Sprechen Sie daher auch offen über Problembereiche und kritische Punkte.
- Auch wenn Sie weitere Personen unterstützend zum Gespräch hinzuziehen (z.B. Berater, Steuerberater, etc.), vergessen Sie nicht: Bankengespräche sind Chefsache!
- Legen Sie Ihre Finanzierungsansuchen mindestens 2 Banken vor.