
Der Präsident der Wirtschaftstreuhänder Klaus Hübner sieht in den CEE-Ländern in Zentral- und Osteuropa ein „regelrechtes Mekka“ für österreichische Berater und insbesondere für die von ihm vertretenen Unternehmen.
“Österreich ist der größte Direktinvestor in Slowenien, Rumänien und Bulgarien sowie die Nummer Drei in Tschechien, der Slowakei und Ungarn - diese Investoren wollen beraten werden, “ bringt es Hübner auf den Punkt. „Und viele der österreichischen Investoren, die in die CEE-Länder expandieren, wollen von Kanzleien betreut werden, die das Steuerrecht im In- und Ausland abdecken.
Für Österreichs Berater ist der Gang in den Osten nach den Worten Hübners lukrativ. „Ganze € 94 Mio. Umsatz konnten österreichische Steuerberater im Vorjahr im Ausland erzielen“, beziffert der Wirtschaftstreuhänder-Präsident das Marktpotential jenseits der Grenze. „Da ist noch viel drinnen.“
Trend zu Internationalisierung
Den Zug zur Internationalisierung in der österreichischen Steuerberaterszene führt Hübner neben dem wartenden Marktpotential auf die zunehmende Bedeutung des internationalen Ergebnisausgleichs für Unternehmer zurück. Der Ergebnisausgleich über die nationalen und damit Steuergrenzen wird für Unternehmensgruppen immer wichtiger, daher müssen Österreichs Berater auch mit der Steuergesetzgebung in den CEE Ländern vertraut sein.
Als weiteren Grund nennt der Präsident der Wirtschaftstreuhänder das zunehmende Drängen ausländischer Unternehmen nach Österreich. „Immer interessanter wird die Beratung der lokalen Unternehmen – z. B. Tschechen, die in den österreichischen Markt wollen“, meint Hübner.