
Die Kanzlei Hübner & Hübner fordert vom Finanzministerium eine rasche Lösung für die drohende Doppelbesteuerung von Erbschaften zwischen Deutschland und Österreich. „Wenn in den nächsten 20 Tagen nichts passiert, zahlen österreichische bzw. deutsche Erben ab Jahresanfang 2008 zweimal Steuer“, warnt Wilfried Serles, CEO bei Hübner&Hübner. „Deutschland hat das Doppelbesteuerungsabkommen bei Erbschaften mit Wirkung 31.12.2007 gekündigt, die österreichische Erbschaftsteuer läuft aber erst mit 31.7.2008 aus. Hinterlässt also beispielsweise ein Österreicher in diesem Zeitraum seinen Erben eine Immobilie in Deutschland, dann zahlen diese Erbschaftsteuer in Deutschland und in Österreich.“
Da die österreichische Bundesregierung seit Monaten das Auslaufen von Erbschafts- und Schenkungssteuer mit Ende Juli 2008 ankündigt, hat Deutschland bereits im Herbst das Doppelbesteuerungsabkommen mit Österreich auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer mit Wirkung zum Jahresende 2007 gekündigt. Die Schenkungsteuer ist von besagtem Doppelbesteuerungsabkommen nicht umfasst.
Hübner & Hübner fordert vom BMF nun Rechtssicherheit und eine Übergangsregelung bis Jänner. Zwar hat das Ministerium den Willen zu einer Übergangslösung für die Zeit bis Ende Juli 2008 bekundet. Wie es allerdings tatsächlich weitergeht und vor allem was für die Zeit nach dem 31.7.2008 kommt, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Rückfragehinweis:
Dr. Astrid Schwödt
Pressesprecherin
t. +43 1 81175-166
e. astrid.schwoedt@huebner.at