30.09.2014 Karenz - Meldepflichten und Fristen

Während der Karenzzeit ist das Dienstverhältnis weiterhin aufrecht, jedoch ruhen die gegenseitigen Rechte und Pflichten (kein Entgelt, keine Arbeitspflicht). Die Karenz muss mindestens zwei Monate dauern und kann höchstens bis zum 2. Geburtstag des Kindes in Anspruch genommen werden.

Antrag:  Wenn die Mutter/der Vater unmittelbar im Anschluss an das Beschäftigungsverbot in Karenz gehen möchte, muss dies innerhalb des Beschäftigungsverbotes dem Arbeitgeber mitgeteilt werden.

Verlängerung: Sollte nicht das gesamte Ausmaß beantragt werden, so kann die Mutter/der Vater einmalig auch zu einem späteren Zeitpunkt (bis 3 Monate vor dem ursprünglich beantragten Karenzende) bekannt geben, dass die Karenz verlängert wird. Sollte die Frist verabsäumt werden, dann muss der Dienstnehmer die Arbeit wieder antreten.

Wechsel:  Vater und Mutter können die Karenz zweimal abwechseln. Beim ersten Mal ist ein gleichzeitiger Karenzmonat möglich. Der Wechsel ist spätestens 3 Monate vor Ende der Karenz des anderen Elternteils bekanntzugeben.

Aufschub: Statt den gesamten Karenzurlaub zu konsumieren, kann sich die Mutter/der Vater auch entscheiden, 3 Monate bis zum 7. Geburtstag des Kindes aufzuschieben.

In der Karenz kann sowohl beim eigenen als auch bei einem anderen Arbeitgeber bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdient werden (für 2014: € 395,31 pro Monat). Achtung: Gegebenenfalls müssen Sie Ihre Tätigkeit bei einem anderem Arbeitgeber Ihrem Dienstgeber melden – dies ist vor allem bei der Konkurrenzklausel der Fall.

Sollte der Dienstnehmer nach Ende der Karenz nicht zur Arbeit erscheinen, so ist er zum Arbeitsantritt aufzufordern – eine Entlassung ist nur im Ausnahmefall möglich.

Sie haben Fragen dazu oder zu ähnlichen Themen? Wir sind gerne für Sie da!  welcome@huebner.at 

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