25.08.2014 Neuer Erlass zur internationalen Arbeitskräfteüberlassung

Das BMF hat auf die Rechtsprechung des VwGH zum Arbeitgeberbegriff bei grenzüberschreitender Arbeitskräfteüberlassung reagiert und die Ansichten der Finanzverwaltung veröffentlicht (Erlass des BMF vom 12.06.2014, BMF-010221/0362-VI/8/2014, BMF-AV Nr. 102/2014).

Im Wesentlichen führt dies zu einer Änderung des  Arbeitgeberbegriffes, welche folgende Neuerungen mit sich zieht: Bisher waren internationale Personalentsendungen innerhalb der Unternehmensgruppe bis zum Ablauf der 183-Tages-Frist in Österreich steuerfrei wenn der Arbeitgeber im Tätigkeitsstaat nicht ansässig war und über keine Betriebsstätte verfügte, nun aber entfällt diese Frist. Dies hat zur Folge, dass Arbeitnehmer auch dann im Beschäftigungsstaat steuerpflichtig werden können, wenn sie sich dort weniger als 183 Tage aufhalten – dies kann bereits ab dem ersten Tag der Tätigkeit in Österreich geschehen. Umgekehrt können auch inländische Dienstnehmer bei Entsendungen ins Ausland bereits ab dem ersten Tag von der Lohnsteuer befreit werden. Zu beachten ist, dass dieser Erlass für Arbeitskräfteüberlassungen (sogenannte „Passivleistungen“) gilt, jedoch nicht für Aktivleistungen (z.B. Beratung, Schulungen, etc.). Des Weiteren betrifft dieser Erlass nur zwischenstaatliches Steuerrecht -  innerstaatliches Steuerrecht ist hiervon nicht betroffen.

Sie haben Fragen dazu oder zu ähnlichen Themen? Wir sind gerne für Sie da!  welcome@huebner.at 

zurück zur Übersicht